Sampler

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Ein Sampler ist ein elektronisches, über MIDI ansteuerbares, Hardware- oder Softwareprodukt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Funktion

Die ursprüngliche Funktion des (Hardware-)Samplers war und ist, Klänge analog abzutasten (=Sampling) und zu speichern, um diese jederzeit wieder abspielen zu können (z.B. über ein MIDI-Keyboard). Ziel war damals vor allem, klassische Instrumente, wie Streicher oder Flöten, zu samplen und diese in digitaler Form in Produktionen einzusetzen. Das Sampling erfolgt dabei durch Abtasten des analogen Signals in regelmäßigen Abständen. Die Abtastrequenz bezeichnet man hierbei als Samplingrate. Man kann sich dies als Unterteilung einer Kurve in X-Richtung vorstellen - je höher der Abtastwert, desto genauer wird die Kurve (in diesem Fall die Wellenform des Audiosignals) nachgebildet. Zusätzlich zur Samplingrate spielt die Auflösung der Abtastung eine wichtige Rolle und wird immer in Bit angegeben. Die Auflösung kann man sich -im Gegensatz zur Samplingrate- als Unterteilung einer Kurve in Y-Richtung vorstellen - je höher die Auflösung, desto besser kann die Dynamik (Lautstärkeunterschiede) eingefangen werden. Allgemein gebräuchlich ist eine Samplerate von 44.1 kHz und 16 Bit Auflösung und entspricht der heutigen Audio-CD. Beliebt unter HipHop-Musikern ist ebenfalls das Sampling mit geringer Samplingrate und geringer Auflösung aufgrund des als "dreckig" empfundenen Sounds.

Heutige Hardware-Sampler sind in der Lage, an eine SCSI-Festplatte angeschlossen zu werden, so dass Samples nicht nur im RAM bzw. auf Disketten vorliegen, sondern großzügig auf der Festplatte abgelegt werden können. Jedoch ist seit vielen Jahren der Einsatz von Hardware-Sampler sehr zurückgegangen. Grund hierfür ist der hohe Anschaffungspreis der Hardware und die Vielzahl der erschienenen Software-Sampler, die auf VST-PlugIn-Basis in einem VST-fähigen Sequencer eingebunden werden. Die Vorteile des Software-Samplers liegen klar auf der Hand: Das Sampling und Editieren erfolgt am Rechner mit einem komfortablen Sample-Editor, weiterhin bieten Software-Sampler höchste Flexibilität und sehr bequeme Bedienbarkeit. Außerdem kann ein Software-Sampler in beliebig vielen Instanzen eingesetzt und mit existierenden VST-PlugIns manipuliert werden. Mit dem Software-Sampler war auch endgültig das Problem der Speicherkapazität gelöst, neben großen Festplatten mit mehreren Hundert GB hilft genügend RAM des Rechners für schnelle Ladezeiten. Einzelne Samples von 5 Minuten Dauer oder mehr können demnach problemlos abgespielt werden.

Ein weiterer Vorteil für die aktuellen Software-Sampler ist das große Angebot an Sample-Libraries. Von Klassik bis Techno, über Volkmusik zu HeavyMetal ist jede Muskrichtung vertreten, die man sich vorstellen kann. Die Handhabung ist dabei kinderleicht: CD/DVD in das Laufwerk einlegen, auf die Festplatte kopieren und die Instrumente im Software-Sampler anwählen.

[Bearbeiten] Beispiele

[Bearbeiten] Sampler-Vorläufer

[Bearbeiten] Hardware-Sampler

  • Akai: S 612 (erster einigermassen erschwinglicher Sampler in 19 Zoll Gehäuseausführung, seinerzeit aufgrund dessen auch "Volkssampler" genannt), S 700, S 900, S 950, S 1000 (+S 1000 HD, S 1000 PB), S 1100 (+ S 1100 HD, S 1100 EX), S 2000 (+S 2000 Studio), S 2800 (+S2800 i), S 3000 (+S 3000 i, S 3000 XL, CD 3000, CD 3000 XL), S 3200 (+S 3200 XL), S 5000, S 6000, Z 4, Z 8
  • ENSONIQ Mirage / EPS / EPS 16+ / ASR 10
  • Synclavier
  • E-MU: Emulator (erster erschwinglicher Sampler), Emulator II (bekannt aus dem Film "Ferris macht blau"), Emulator III, E IV, E 64, E 5000 Ultra, E 6400 (+ E 6400 Ultra, E Synth), E4XT, ESI 32, ESI 2000, ESI 4000
  • Sampling-Workstations mit integriertem Sequencer:
    • E-MU SP 12 / SP 1200 / EMAX
    • AKAI MPC 60 / MPC 60 II / MPC 1000 / MPC 2000 / MPC 2000 XL / MPC 3000 / MPC 4000
    • YAMAHA MOTIF (ES)
    • KORG TRITON
    • ROAND Fantom-S, Fantom-X
  • Fairlight CMI (erster Sampler)

[Bearbeiten] Software-Sampler

Software-Sampler sind die modernen Nachfolger der klassischen Hardware-Modelle:

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