Symmetrische Signalführung

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Bei einer symmetrischen Signalführung wird ein Signal zweifach parallel übertragen: Einmal mit positiver und einmal mit negativer (invertierter) Polarität. Dazu werden drei Leiter benötigt: Je einer für das Positiv- und Negativsignal und ein Leiter für den Bezugspunkt (Masse). Der Vorteil dieser Übertragungart liegt in der geringen Empfindlichkeit gegen Einstreuungen, da die Einstreuungen auf beiden Leitern in der gleichen Richtung auftreten.
Wenn das Signal im Empfangsgerät ankommt, wird die Differenz aus den beiden Signalen gebildet. Das Signal (S) hat dann die doppelte Amplitude: (+ S) - (- S) = 2*S. Die Störung (N) löscht sich aus: (+ N) - (+ N) = 0.

Im Gegensatz dazu steht die unsymmetrische Signalführung, wo das Signal nur in einer Polarität übertragen wird, in der Audiotechnik üblicherweise mit einem Koaxialkabel, bei dem eine Ader als Hin- und die Abschirmung als Rückleiter verwendet wird.

Eine Verbindung kann nur dann symmetrisch sein, wenn sowohl Aus- als auch Eingang symmetrisch aufgebaut sind. Eine Verbindung eines unsymmetrischen Ausgangs mit einem symmetrischen Eingang (oder umgekehrt) hat immer eine unsymmetrische Signalführung zur Folge.

Um ein Signal zu symmetrieren, also um aus einem unsymmetrischen Signal ein symmetrisches zu machen, können elektronische Schaltungen verwendet werden, bei der ein invertierender Verstärker das Signal mit der inversen Polarität erzeugt. In diesem Fall spricht man von elektronischer oder Servosymmetrierung. Die zweite Möglichkeit ist die Verwendung eines Übertragers, z.B. einer DI-Box.

Professionelle Mikrofone liefern im Regelfall symmetrische Signale am Anschluss (meist XLR).
Bei dynamischen Mikrofonen ist entweder bereits die Schwingspule symmetrisch beschaltet, oder es wird ein Übertrager zur Symmetrierung eingesetzt.
Kondensatormikrofone benötigen ohnehin einen (normalerweise ins Mikrofongehäuse integrierten) Impedanzwandler zwischen Kapsel und Anschluss; dieser übernimmt dann üblicherweise auch die Aufgabe der Signalsymmetrierung.

[Bearbeiten] Beispiele für symmetrische Verbindungen:

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