Mastering

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Mastering ist ein Begriff aus der Tonträgerproduktion und beschreibt den letzten Prozess am Ende einer Musikproduktion. Mastering bedeutet genaugenommen das Herstellen eines Glasmasters (der Vorlage zur CD-Pressung), während dieser Prozess eigentlich mit Premastering bezeichnet wird. Es hat sich aber landläufig eingebürgert, die finale Bearbeitung des Audiomaterials als Mastering zu benennen.

Das Ziel des Mastering war es ursprünglich, die Pegelverhältnisse der Stücke eines Albums zueinander in eine ausgewogene Beziehung zu bringen und die technischen Rahmenanforderungen an Pegel, Frequenzgang usw. zu erfüllen. Seit einigen Jahren ist das Ziel hinzugekommen, die Produktion in der Hauptsache lauter, transparenter und ausgewogener klingen zu lassen als vorher. Zwar ist das Mastering meistens Bestandteil im gleichen Tonstudio wie die Musikproduktion, jedoch wird das Mastering seit langer Zeit auch als Dienstleistung für Jedermann angeboten. D.h, man sendet einen fertiggestellten Mix als Stereo-Spur ein und erhält eine aufbereitete Version nach den angegebenen Vorgaben (soweit machbar). Voraussetzung hierfür ist jedoch eine gute Aufnahme. Das Mastering ist kein Zaubermittel gegen schlechte Qualität oder Umstimmigkeiten im Mix.

Folgende Mastering-Werkzeuge stehen unter anderem zur Verfügung:


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Equalizer

Mit dem Equalizer werden etwaige Unstimmigkeiten im Frequenzverlauf korrigiert.


[Bearbeiten] Multibandkompressor

Der Multibandkompressor teilt das gesamte Frequenzspektrum in mehrere Teilbereiche (meistens 3 bis 5), die dann unabhängig voneinander komprimiert werden können. Hierdurch vermeidet man unter anderem das "Pumpen" durch starke Kompression im Bassbereich. Multibandkompressor verfügen weiterhin über integrierte Equalizer, die eine Frequenzgangentzerrung bei Kompression erlauben. Sinn des Multibandkompressors ist es, den Dynamikbereich einzuschränken, sprich die großen Unterschiede zwischen lauten und leisen Stellen wegzubügeln.


[Bearbeiten] Exciter

Ein Exciter fügt dem Signal harmonische Obertöne hinzu (siehe psychoakustische Effekte). Dadurch kann die Brillanz des Signals verstärkt werden und lassen selbst dumpfe Aufnahmen klarer klingen.


[Bearbeiten] Stereo Imager

Mit dem Stereoimager kann das Stereobild in der Breite verändert werden. Besonders nützlich ist dabei ein Multiband Stereo-Imager, da die tiefen Frequenzbereiche in der Mitte bleiben sollten, um z. B. eine Kompatibilität zu Schallplatten zu erhalten.

[Bearbeiten] Loudness Maximizer

Der Loudness-Maximizer ist der wohl wichtigste Dynamikeffekt in der Masteringkette. Ein bekanntes Beispiel ist der Finalizer von t.c. electronic. Er garantiert eine Maximierung des gesamten Signals auf einen vom Benutzer festgelegten dB-Wert. Da hier nicht nur die Signalspitzen an den dB-Wert herangeführt werden, sondern auch die leiseren Stellen markant verstärkt werden (jedoch unterhalb des festgelegten dB-Werts), gewinnt die Produktion gesamt an Lautheit. Interessant ist, dass es beim Maximieren zu keiner Übersteuerung kommt, sondern im schlimmsten Fall nur zur starken Summenkompression.

Ein Finalizer ist jedoch im Grunde nichts anderes als ein geschickt voreingestellter Multibandkompressor, gegebenenfalls kombiniert mit anderen typischen Masteringeffekten.

[Bearbeiten] technische Werkzeuge

Hier wären gerade im Digital-Bereich Dinge zu nennen, wie z.B. Dithering-Tools, Normalisierung, simple Pegelangleichung usw.

Meine Werkzeuge