Kennschalldruck

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Der Kennschalldruck bei einem Lautsprecher ist der mittlere Schalldruck zwischen 125 Hz (250 Hz) bis 4 kHz (8 kHz) beim Anlegen einer konstanten Spannung in einem definierten Abstand; gemessen in dB pro Watt und Meter.

Meistens ist die Spannung dabei konstant 2,83 Volt, der Abstand 1 Meter, bei 8 Ohm Nennimpedanz. Zum Beispiel ist der Kennschalldruck eines guten Lautsprechers:
- 92 dB / 2,83 Volt / 1 Meter. Hierbei ist die Leistung P = U2 / R = 2,832 / 8 = 1 Watt. U = Spannung und R = Widerstand.

Es handelt sich hierbei nicht um den Wirkungsgrad in Prozent, wie er häufig unrichtig in den Datenblättern angegeben wird, sondern eben um den Kennschalldruck.

Den sehr geringen Wirkungsgrad von Lautsprechern traut sich kein Hersteller anzugeben. Übliche Werte liegen nämlich zwischen 0,2 % bis maximal höchstens 1 % für Hifi-Lautsprecher und Studiomonitore.

[Bearbeiten] Angabe vom Wirkungsgrad in Lautsprecherdaten

In den Lautsprecherdaten wird nie der Wirkungsgrad in Prozent angegeben, sondern der Kennschalldruckpegel in dB/W/m. Leider nennen einige Lautsprecherhersteller ihre gemessenen Daten in dB/W/m unrichtig "Wirkungsgrad" und stiften damit Verwirrung, denn Kennschalldruck kann nicht Wirkungsgrad sein.

In der Praxis hat der "Kennschalldruck" eines Lautsprechers eine beträchtliche Wichtigkeit, denn bei gegebener Leistungsaufnahme oder Belastbarkeit hängt die erreichbare Maximallautstärke eines Lautsprechers eben vom Kennschalldruck ab. Man misst den "Kennschalldruck" normalerweise in einem schalltoten Raum mit einem Messmikrofon und rosa Rauschen mit einem Watt Leistung im Abstand von 1 m.

Der Wirkungsgrad kann aber in den Kennschalldruckpegel in dB umgerechnet werden:

Kennschalldruckpegel in dB = 112 + 10 log · Wirkungsgrad.

[Bearbeiten] Weblinks

Elektronik-Lexikon: Kennschalldruck
Elektronik-Lexikon: Wirkungsgrad

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