Homerecording

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Homerecording im engeren Sinn bezeichnet das Produzieren von (in erster Linie nichtkommerziellen) Tonträgern zu Hause oder im Proberaum, wie es nach der Einführung erschwinglicher 4-Spur-Kassettenrekorder Ende der 1970er Jahre möglich wurde.

Typisch für das Homerecording ist das Fehlen von getrennten Aufnahme- und Abhörräumen sowie dem Hobby entsprechende stärker begrenzte zeitliche und finanzielle Resourcen. Die Herausforderung im Homerecording besteht darin, sich mit dem vorhandenen Equipment oder den zur Verfügung stehenden Geldmitteln möglichst weitgehend an die Klangqualität professioneller Produktionen anzunähern.

Nachdem der Qualitätsstandard im Homerecording in den letzten Jahren stark gestiegen ist, und auch verschiedene kommerzielle Produktionen unter homerecording-ähnlichen Bedingungen aufgenommen worden sind, ist die Grenze zum Professional-Recording fließend geworden.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Was braucht man zum Homerecording?

Man kann davon ausgehen, dass die meisten Homerecording-Produktionen heutzutage auf einem halbwegs aktuellen PC oder Mac-Computer mit Hilfe eines Sequencers durchgeführt werden. Grundsätzlich kann man aber auch Hardware-Harddiscrecorder oder sogar analoge Tonbandgeräte als Aufnahmemedium benutzen. Je nach Musikstil und aufzunehmenden Instrumenten unterscheiden sich die darüber hinaus benötigten Geräte oder Programme stark.

[Bearbeiten] Elektronik-Klangschrauber

Hier setzen sich Software Beatboxen wie Propellerheads Reason als Produktionsumgebung durch. Darüber hinaus wird eigentlich nur noch ein CD-Brenner gebraucht um die fertige Produktion später im Audio-CD-Player abspielen zu können; die Soundkarte wird im Extremfall nur noch zum Abhören benötigt und ist deswegen nicht ganz so wichtig. Ein kleines Masterkeyboard erleichtert das Eingeben der Noten wesentlich. Oft werden Midi-Controler benutzt, um komfortabel an den Klängen schrauben zu können. Will man vorhandene Hardware-Synthesizer einbinden, benötigt man ein Midi-Interface und ein Mischpult.

[Bearbeiten] Bandmusiker

Das andere Extrem ist die Aufnahme einer Band. Hier benötigt man ein Audio-Interface, das so viele Eingänge hat, wie man Signale gleichzeitig aufnehmen und später getrennt bearbeiten will. Weil meistens im Overdub-Verfahren aufgenommen wird, ist die Schlagzeugaufnahme kritisch. Als Minimum gelten hier vier getrennte Spuren (Kick, Snare, Overhead L/R) mit passenden Mikrofonen. Entsprechend braucht man vier Mikrofonvorverstärker oder ein kleines Mischpult mit vier Ausgängen (z.B. Behringer UB1204, Yamaha MG 12/4 oder Mackie VLZ 1402). Die anderen Instrumente werden danach entweder über DI-Boxen (ggf. Verstärkersimulationen, Modeller), oder ebenfalls mit Mikrofonen aufgenommen. Für den Gesang benutzt man ein Großmembran-Kondensatormikrofon (z.B. Studio Projects B1) und vorzugsweise einen hochwertigeren Vorverstärker (Preamp, z.B. SM Pro Audio TB 101, Presonus Tube Pre).

[Bearbeiten] Singer-Songwriter

Er liegt irgendwo zwischen den beiden oben genannten, meistens wird er auf die aufwendige Schlagzeugaufnahme verzichten können und es reicht ein Audio-Interface mit zwei Eingängen (z. B. M-Audio Delta Audiophile, Tascam Us-122). Ein Großmembranmikrofon mit Vorverstärker (siehe oben) ist als Allround-Ausstattung für Gesang, Akustikgitarre und einige andere Instrumente zu empfehlen.

Dazu kommen dann Software-Instrumente und Plugins nach Geschmack.

Wie erwähnt besteht nach oben hin keine Grenze. Als nächste sinnvolle Investition ist über die Anschaffung von Monitorlautsprecher nachzudenken, die die Qualität der Abmischung erheblich verbessern können.

[Bearbeiten] Links

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