Low Cut
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Ein Low Cut, ist eine Equalizer- bzw. Filtereffekt-Einstellung, bei der alle Frequenzen unterhalb einer festgelegten Cutoff-Frequenz bzw. Grenzfrequenz "abgeschnitten" (gedämpft) werden, bzw. den Frequenzbereich oberhalb unverändert "passieren" läßt. Wer sich akademisch ausdrücken will, der sagt anstatt des logischen Wortes Low-Cut-Filter eher Hochpass-Filter, abgekürzt HPF, von englisch High Pass Filter.
Die Flankensteilheit in dB/Oktave bestimmt den Dämpfungsgrad des Filters.
Low-cut-Filter werden z.B. bei der Aufnahme von Gesang (vocals) eingesetzt, meistens mit einer Cutoff-Frequenz von 75 bis 80 Hz, da unterhalb dieses Bereichs keine wichtigen Informationen der menschlichen Stimme liegen. Störschall unterhalb der Cutoff-Frequenz läßt sich so der Flankensteilheit entsprechend effektiv ausblenden. Diese Störschallquellen können sein:
- Trittschall oder Griffgeräusche
- Übersprechen von anderen Instrumenten oder von Störgeräuschen
- Stehende Wellen
- störende Frequenzen eines Instruments: z.B. tiefere Mitten bei Schlagzeugbecken klingen blechern.
Weitere Anwendungsbeispiele: Bei Gitarren wird oft ein Low-Cut gesetzt, um frequenz-technisch etwas Platz für den Bass zu schaffen und um eine Aufnahme zu "entmulmen" und zur Frequenztrennung bei Frequenzweichen.
Bei Synthesizern, Pop-Klavieren oder ähnlichen Klängen, die für den Bassbereich in einer Aufnahme nicht relevant sind, trägt ein Low-Cut sehr zu einem transparenten Sound bei.
Bei Schlagzeugaufnahmen, bei denen die Overhead-Mikrofone nicht als Hauptsystem eingesetzt werden, sondern ausschließlich für die Becken zuständig sind, kann ein Übersprechen der Trommeln mit einem Low-Cut stark unterdrückt werden. Die Grenzfrequenz kann dabei recht hoch liegen, typischerweise bis zu 1 kHz.
[Bearbeiten] Emphasis und Deemphasis
Bei der statischen Frequenzgangveränderung, der Emphasis und der Deemphasis wird anstatt der Grenzfrequenz üblicherweise die Zeitkonstante angegeben; siehe: [1].

