DI-Box

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Eine DI-Box (von engl. direct injection - "Direkteinspritzung") ist ein Gerät zur Pegel- und Impedanzanpassung sowie zur Symmetrierung von Signalen.

Typischerweise wird dabei ein am Eingang anliegendes Line-Signal auf Mikrofonpegel gebracht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufbau

[Bearbeiten] passive DI-Box

Kernelement einer passiven DI-Box ist ein Übertrager, der nach dem Trafo-Prinzip das Audiosignal übersetzt. Das Wicklungsverhältnis ist dabei typischerweise 1:10, was eine entsprechende Pegelreduktion zur Folge hat. Der Übertrager verfügt über einen Mittelabgriff, so dass das Ausgangssignal in symmetrischer Form zur Verfügung steht.
Durch die vom Übertrager gewährleistete galvanische Trennung ist der Massebezug zwischen ein- und Ausgang zunächst nicht hergestellt. Durch einen Schalter können die Massen von Ein- und Ausgang jedoch verbunden werden. Da dieser Schalter im Normalfall geschlossen ist, wird dieser auch mit "Ground Lift" bezeichnet.
Zusätzlich besitzen Di-Boxen meist noch einen zweiten Ausgang ("Link"), der direkt parallel zum Eingang geschaltet ist. Dies ermöglicht es, ein Signal aus einer Übertragungskette "abzuzweigen".
Oft findet man darüber hinaus an einer DI-Box noch verschiedene zuschaltbare Dämpfungsglieder in Form von Spannungsteilern, die eine zusätzliche, wählbare Pegelabschwächung erlauben, meist -20dB und -40dB.

[Bearbeiten] aktive DI-Box

Bei einer aktiven DI-Box wird die Aufgabe des Übertragers entweder von Optokopplern übernommen oder von Operationsverstärkerschaltungen, die das Signal abschwächen bzw. verstärken und mittels invertierender Verstärker auch das Signal mit umkehrter Polarität bereitstellen (symmetrische Signalführung).
Eine aktive DI-Box benötigt demnach immer eine Spannungsversorgung. Diese kann aus einer Batterie (9V-Block) bestehen oder per Phantomspeisung bereitgestellt werden.
Aktiv-DI-Boxen haben den Vorteil, dass sie Signale nicht nur abschwächen, sondern auch verstärken können. Dafür bieten sie i.d.R. keine vollständige galvanische Trennung zwischen Ein- und Ausgang und können somit Brummschleifen weniger wirksam unterdrücken. Es gibt jedoch auch aktive DI-Boxen mit zusätzlichem Trennübertrager.

[Bearbeiten] Anwendung

DI-Boxen werden hauptsächlich genutzt, um Signale zu symmetrieren. Die zusätzliche Pegelreduktion wird benötigt, weil die (symmetrischen) Mikrofoneingänge an Mischpulten keine Line-Pegel verkraften. So kann z.B. ein Synthesizer, der einen unsymmetrischen Line-Ausgang verfügt, mithilfe einer DI-Box an den Mikrofoneingang eines Mischpultes angeschlossen werden.
Treten Probleme mit Brummschleifen auf, so kann eine DI-Box Abhilfe schaffen, weil sie die Möglichkeut eines Ground Lift bietet.
Weiter kann eine DI-Box benutzt werden, um z.B. für Aufnahmen Signale abzugreifen, ohne die eigentliche Signalkette zu stören. So kann man etwa eine Bassgitarre an den Eingang der DI-Box anschließen, der Bass-Verstärker wird an den "Link"-Ausgang angeschlossen. Der eigentliche, transformierte Ausgang der DI-Box stellt nun das Signal auf Mikrofonpegel für die Aufnahme zur Verfügung.

[Bearbeiten] Sonderformen

- Line-Übertrager
- DI-Box mit Speaker-Simulation
- DI-Box zum Anschluss an Lautsprecheranschlüsse

[Bearbeiten] Links

DI-Box - ein Mysterium (auf 2sound.de)

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