Biamping

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[Bearbeiten] Biamping über 2 Verstärker bei Gitarren

Biamping ist, wie der Name schon vermuten lässt, die Audio-Aufnahme von (in der Regel) Gitarren über 2 Verstärker. Sinn und Zweck dieser Technik ist es, den Sound breiter, fetter, weiter und-was-man-sonst-noch-so-braucht zu machen.

Das Sinnvollste ist es, sein Signal in jeweils 2 verschiedene "Amps" mit einer je eigenen "Box" zu schicken; die Abnahme erfolgt dann über Mikrofone. Das hat den Vorteil, dass durch die verschiedenen Kabinette auch ihre unterschiedlichen Klangeigenschaften abgenommen werden.

Natürlich kann man Biamping auch mit virtuellen Verstärkern (VST oder Preamps wie das POD) betreiben, hier fallen dann allerdings die Klangfärbungen von Mikrofon und Box völlig weg, wenn man keine Boxensimulationen verwendet. Ob der Sound per Mikrofon oder virtuell besser klingt liegt dabei völlig im Ohr des Hörers!

Biamping kann unter Umständen die Arbeit des Doppelns ersparen. Während es beim Doppeln durch Einspielfehler zu nervenzehrenden Sessions kommen kann, liegt beim Biamping bereits das zweite Signal fertig vor. Klanglich lässt sich durch die Verwendung zweier "Amps" natürlich auch eine höhere Flexibilität erreichen, aber man könnte theoretisch auch beim Doppeln jeweils andere "Amps" verwenden.

Das Biamping ist eine etwas umstrittene Vorgehensweise. Einige schwören darauf, andere halten es für Schwachsinn - am besten sollte jeder einmal alle Mittelchen selbst ausprobieren, denen eine soundverbessende Wirkung nachgesagt wird und dann selbst entscheiden.


[Bearbeiten] Biamping bei der Stereo-Lautsprecher-Wiedergabe

Der Begriff Biamping kommt auch in der Lautsprecher-Technik vor: Hier versteht man darunter die Verwendung von getrennten Endstufen für Hochtöner und Tieftöner.

verwandt: Reamping

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