Übertragungsbereich

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Der Übertragungsbereich beschreibt den Frequenzbereich für elektrische Signale, für den ein Gerät durch den Konstrukteur ausgelegt ist. Als Beispiel kann ein Mikrofon genannt werden. Je größer der Übertragungsbereich ist, er sich also dem HiFi-Hörbereich zwischen 20 Hz und 20 kHz annähert, um so natürlicher ist die Tonwiedergabe und desto mehr Details eines Signals werden aufgezeichnet. Dieses sagt jedoch nicht, dass ein größerer Übertragungsbereich automatisch besser klingt. Bei bestimmten Frequenzen können u.a. unerwünschte Störgeräusche auftreten, die von "zu guten" Mikrofonen übertragen werden und somit später durch einen Equalizer wieder manuell reduziert werden müssen.

Mit Hilfe von speziellen Mikrofonen, die einen stark begrenzten Frequenzbereich haben, kann in bestimmten Fällen ein eigener, erwünschter Klang entstehen. Ein Beispiel hierfür ist der bekannte verzerrte Klang alter Telefone.

Der Übertragungsbereich wird durch die untere Grenzfrequenz und die oberer Grenzfrequenz eingegrenzt. Die Grenzfrequenz einer elektronischen Schaltung ist diejenige Frequenz, bei der eine Ausgangsgröße auf einen Wert von 3 Dezibel unter den Bezugswert gesunken ist. Das sind 70,7 % oder das 1 / √ 2-fache. Bei Verstärkern ist zum Beispiel der Spannnungsverstärkungsfaktor von der Frequenz abhängig; zu hohen und tiefen Frequenzen hin nimmt er in der Regel ab. Der Einsatzbereich des Verstärkers ist durch die Grenzfrequenz nach oben und unten beschränkt. Er wird Übertragungsbereich genannt.

Im Breitbandnetz, als beim Datennetz wird ebenfalls vom Übertragungsbereich gesprochen.

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